Prinzessinnen fixieren Finaleinzug

Mit einem 3-1 Auswärtserfolg gegen den 46-fachen Meister SG VB NÖ Sokol/Post zog die SG Prinz Brunnenbau Volleys aus Perg erstmals in der Vereinsgeschichte in das Finale der Austrian Volley League Women ein. Die Oberösterreicherinnen waren auch in Wien nicht zu biegen und stiegen mit einem Gesamtscore von 2-0 in die Endspiele auf, welche im Modus Best-Of-Five ausgetragen werden. Damit geht es in eine Derbyserie, denn im Kampf gegen den ASKÖ Linz/Steg geht es nicht nur um die Meisterschaft, sondern auch um den historisch ersten Titel für ein Team aus Oberösterreich.

„Ich hätte nie gerechnet, dass wir ins Finale einziehen, hätte man mich vor der Saison gefragt. Wir wollten ein wenig Halbfinalluft schnuppern, aber der Schritt war wieder enorm dieses Jahr. Und wenn ich daran zurückdenke, dass wir die ganze Mannschaft umgebaut haben, Spielerinnen ersetzen mussten, ist schon der Finaleinzug ein fantastischer Erfolg für unseren Verein“, jubelte Pergs Manager Josef Trauner.

Lediglich 20 Minuten benötigten seine Prinzessinnen für den ersten Durchgang in der Posthalle in Wien. Zwar war es bis 10-8 noch relativ ausgeglichen, aber mit starken Serviceserien zogen die Gäste aus dem Machland davon und sicherten sich 12 Satzbälle. Gleich den ersten verwandelte Kapitänin Diana Mitrengova zum 25-12. Im zweiten Satz fanden die Gastgeberinnen aus Niederösterreich besser in die Partie und es entwickelte sich ein bunter Schlagabtausch der beiden Teams, der dann mit 24-26 nur hauchknapp an Sokol/Post ging.

Nicht nur mit dem verlorenen Satz, sondern auch mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Außenangreiferin Martyna Walter, die viertbeste Ligascorerin konnte das Spiel nach starken Magenproblemen nicht mehr fortsetzen, wirkten die Pergerinnen zu Beginn des dritten Durchgangs geschockt. Doch angeführt von Mittelblockerin Jordan Tucker kämpften sich die Oberösterreicherinnen wieder in die Partie zurück. „Es ist immer schwierig, wenn du in so einer Serie schon einen Sieg am Konto hast. Du darfst dann nicht weiterdenken was passieren könnte, sondern musst von Punkt zu Punkt fertigspielen bis das große Ziel erreicht ist,“ erklärte die US-Amerikanerin.

Doch auch, der frisch für die verletzte Walter ins Spiel gekommene, Melanie Steiner war keine Nervosität im Kampf um den Finaleinzug anzumerken. Die 18-Jährige fügte sich gut in das Spiel der Prinzessinnen ein und somit fanden die Pergerinnen wieder den Weg zurück auf die Siegerstraße. Sie gewannen den dritten Satz mit 25-22. „Wir trainieren jeden Tag gemeinsam und kennen die Fähigkeiten jeder einzelnen Spielerin. Wir sind ein Team und deshalb haben wir auch das vollste Vertrauen in die jungen Spielerinnen“, berichtete Tucker, angesprochen auf die noch jungen Mitspielerinnen wie Steiner oder Martina König, die durch den wochenlangen Ausfall von Katharina Jusufi (Handverletzung) in die Starting Six aufrückte.

„Das war heute ein Auf und Ab. Im zweiten Satz kam dann ein wenig Herzrasen dazu. Das war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Wir haben uns gottseidank wieder gefangen und jetzt geschafft, dass wir im Finale stehen“, erzählte König, nachdem die Prinzessinnen den entscheidenden vierten Durchgang mit 25-19 gewannen. Gleich den ersten Matchball nutzten sie zum 3-1 Erfolg, der sie nun in das Finale brachte. Dieses wird im Format Best-Of-Five gespielt und auf ORF Sport+ live übertragen. Der Auftakt zur Serie erfolgt am 6. April.

Playoff Halbfinale Austrian Volley League Women:
Spiel 2:
SG VB NÖ Sokol/Post – SG Prinz Brunnenbau Volleys
12-25 (20 min), 26-24 (25 min), 22-25 (28 min), 19-25 (26 min)

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