Trainingsauftakt mit neuen Gesichtern im Mühlviertel

Perger Prinzessinnen gehen mit Kadermischung aus Erfahrung und Jugend in neue Saison

Eveliina Koljonen (FIN) mit Sportdirektor Josef Trauner und Martyna Walter (POL) – Credit: Peter Maurer

Nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte mit dem fünften Platz in der Austrian Volley League und dem Erreichen des Cup Final Fours beginnt nun die Vorbereitung bei der SG Prinz Brunnenbau Volleys aus Perg. Mit der US-Amerikanerin Jordan Tucker und der Slowakin Diana Mitrengova konnten zwei große Stützen der Mannschaft gehalten werden. Durch den Abgang vieler verdienter Spielerinnen mussten Trainerin Zuzana Pecha-Tlstovicova und Sportdirektor Josef Trauner den Kader neugestalten.

„Wir haben gemeinsam große Erfolge gefeiert und viele der Spielerinnen wie Katharina Knoll, Eva Freiberger oder Julia Gasselseder waren sogar schon in der zweiten Liga und beim Aufstieg mit dabei und wichtige Stützen der Mannschaft. Sie haben uns dort hingebracht, wo wir jetzt stehen und wir sind dankbar für ihren Einsatz“, erklärt der Perger Sportdirektor. Doch die meisten Spielerinnen des erfahrenen Kerns entschied sich gegen eine Fortsetzung ihrer Bundesligakarriere. Deshalb steht vor allem die Ausbildung der jungen Volleyballerinnen aus der Region im Fokus des Clubs in den nächsten Jahren.

„Mit Anna Trauner, Melanie Steiner und Martina König haben im letzten Jahr schon drei junge Spielerinnen in die Mannschaft hineingeschnuppert. Sie sollen nun verstärkt Einsatzzeit bekommen“, so Trauner, der die drei Juniorinnen in den Kader für 2018/19 eingeplant hat. Dazu stößt noch Alexandra Benea aus der zweiten Mannschaft zu den Bundesliga-Mädels hinzu. Neben Tucker und Mitrengova, die in diesem Jahr die Kapitänsschleife übernimmt, verlängerten auch Libera Sophie Haselsteiner und Urgestein Lisa Kern um eine Saison, in der die Prinzessinnen Ende November sogar Europacupluft schnuppern. Denn am 28. November empfangen sie im CEV Challenge Cup die starke italienische Mannschaft Saugella aus Monza.

Drei Neuzugänge verstärken Prinzessinnen

In der Liga ist das Ziel erneut das Erreichen eines Playoff-Platzes. „Wir wissen noch nicht wie sich die anderen Teams verstärkt haben, aber wir wollen am Ende der Saison schon die Platzierung des letzten Jahres halten. Das wäre ein toller Erfolg für uns“, führte Trauner aus, der noch drei weitere Neuzugänge zu vermelden hat. Als neue Aufspielerin wechselte die 28-jährige Finnin Eveliina Koljonen nach Perg. Sie kommt aus der Schweizer Liga und war in der letzten Saison für den Liechtensteiner Club VBC Galina aktiv. Auch die erst 20-jährige Polin Martyna Walter ist in dieser Saison eine Prinzessin. Die 1,81 Meter große Angreiferin spielte in den letzten Jahren für VC Tirol und TI-Volley in Innsbruck, was man auch an ihrem Tiroler Akzent leicht erkennt. Der dritte Neuzugang kommt aus Wien, heißt Katharina Jusufi und sammelte schon in Madrid Auslandserfahrung. Sie kommt aus Bisamberg zu den Mühlviertlerinnen.

„Das ist ein guter Mix aus Erfahrung und Jugend. Wir trainieren nun schon seit einer Woche gemeinsam und die Stimmung ist hervorragend“, berichtet der Perger Sportdirektor. In gut einem Monat startet dann die Austrian Volley League 2018/19. Am 29. September beginnen Prinzessinnen ihre Ligasaison mit einem Heimspiel in der Donauwell-Arena. Gegner ist niemand geringerer als der Rekordmeister aus Niederösterreich, SG VB NÖ Sokol/Post.

Transfers 2018/19:
Zugänge: Eveliina Koljonen (VBC Galina/LIE), Katharina Jusufi (SG Bisamberg/Hollabrunn), Martyna Walter (TI-Volley), Alexandra Benea (2. Mannschaft)
Abgänge: Hailey Murray (Voleibol Alcobendas), Sanda Gavric, Lena Pöschl, Eva Freiberger, Eva Marko, Sabrina Enzinger, Katharina Knoll, Julia Gasselseder

Kader 2018/19:
#1 Anna Trauner, Österreich, 16 Jahre, Zuspiel
#2 Diana Mitrengova, Slowakei, 27 Jahre, Außenangriff
#3 Jordan Tucker, USA, 23 Jahre, Mittelblock
#4 Alexandra Benea, Österreich, 20 Jahre, Außenangriff
#6 Eveliina Koljonen, Finnland, 28 Jahre, Zuspiel
#7 Martina König, Österreich, 17 Jahre, Außenangriff
#8 Melanie Steiner, Österreich, 17 Jahre, Diagonal
#9 Lisa Kern Österreich, 27 Jahre, Mittelblock
#10 Martyna Walter, Polen, 20 Jahre, Außenangriff
#11 Sophie Haselsteiner, Österreich,29 Jahre, Libera
#13 Katharina Jusufi, Österreich, 26 Jahre, Außenangriff

Spektakulärer Gegner im Europacup

Prinzessinnen jubeln über Traumlos Monza

Erstmals gastiert mit dem CEV Challenge Cup der Volleyballdamen ein Europapokalmatch im Mühlviertel. Die SG Prinz Brunnenbau Volleys rückte nach dem Verzicht von Linz, Wien und Klagenfurt in den dritthöchsten Cupbewerb im europäischen Volleyballsport auf und kennt nun ihren Gegner und den ungefähren Termin für ihre Premiere.

Die Machländerinnen beginnen im 1/16-Finale des Bewerb und der Gegner ist niemand geringerer als der einzige italienische Vertreter Vero Volley Monza. „Ein toller Club mit starken Spielerinnen. Vor allem sind sie mit einer Herren- und Damenmannschaft in der höchsten italienischen Spielklasse. Ein Gegner vom höchsten Niveau“, berichtet der Sportliche Leiter Josef Trauner. Die exakten Termine sowie die Anspielzeiten müssen die beiden Vereine noch koordinieren, aber das erste Aufeinandertreffen wird in der Perger Donauwell-Arena stattfinden in der letzten Novemberwoche.

„Die italienische Liga ist eine der besten, wenn nicht sogar die beste Damenliga Europas. Bei Monza spielen mehrere Nationalteamspielerinnen, die auch schon bei den ganz großen Turnieren wie Welt- und Europameisterschaften Titel geholt haben“, erklärt Trauner, der weiß, dass seine Mannschaft der ganz große Außenseiter ist: „Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen und ein tolles Volleyballfest veranstalten, denn in Monza kann uns ein wahres Spektakel erwarten“. Auch die Herren der Vero Volleys spielen im CEV Challenge Cup und nach der Auslosung könnten die Damen und Herren aus Monza ein Doppelspiel Anfang Dezember veranstalten. Mit Paul Buchegger haben die Lombarden einen prominenten Neuzugang zu verzeichnen. Der Österreicher stemmte vor wenigen Monaten noch die CEV Challenge Cup Trophäe mit Ravenna. „Das wäre dann sowieso der Hammer wenn wir ein Event in Monza gemeinsam mit Paul Buchegger hätten“, strahlt Trauner im Hinblick auf das mögliche Spektakel.

Europacup im Mühlviertel

Volleyball-Europapokal-Matches 2018/19 in Perg

Nach der besten Saison der Vereinsgeschichte mit dem fünften Platz in der Austrian Volley League und dem Erreichen des Final Fours im Cup beginnt in der kommenden Saison ein neues Abenteuer für die SG Prinz Brunnenbau Volleys aus Perg. Die Mühlviertlerinnen erhielten eine Wild Card für den CEV Challenge Cup, den dritthöchsten Europapokal im europäischen Volleyball.

„Damit schlagen wir ein völlig neues Kapitel in der Vereinsgeschichte auf. Als erster Verein aus dem Mühlviertel sind wir in einer Weltsportart in einem europäischen Cupbewerb mit dabei. Das ist schon richtig Klasse, bedenkt man, dass wir in unsere erst vierte Bundesligasaison gehen“, freute sich der Sportdirektor Josef Trauner.

Nach dem Rückzug und der Nichtmeldung von KELAG Klagenfurt, ASKÖ Linz/Steg und Sokol/Post bekamen die Machländerinnen die Anfrage vom Österreichischen Volleyballverband ob sie im Europacup mitspielen wollen. „Wir haben uns sofort abgestimmt und es war schnell klar, dass wir zusagen. Das ist eine tolle Chance für unsere Mannschaft und ein unglaubliches Ereignis für die Region. Wir dürfen die Heimspiele in der Donauwell-Arena austragen und werden in Topveranstaltungen investieren“, erklärte Trauner.

Die Spieltermine werden voraussichtlich in der ersten und zweiten Novemberwoche sein. Der Gegner, auf den Perg bei der Europacuppremiere trifft, wird Ende Juni bei der Auslosung des Europäischen Volleyballverbandes (CEV) ermittelt. „Wir sind schon sehr weit in der Kaderplanung für die nächste Saison und haben unsere Ziele bereits definiert. Wie im letzten Jahr wollen wir ins Ligaplayoff und in das Final Four des Cups. Vielleicht öffnet ja der Europapokal noch den einen oder anderen Kontakt zu neuen Spielerinnen, denn immerhin sind wir eine von zwei Damenteams die Österreich auf der europäischen Ebene vertreten“, berichtete Trauner.

Neues aus dem Nachwuchs

Krimiwochenende für Nachwuchsprinzessinnen

Spannende Spiele boten unsere Mädels der zweiten und dritten Mannschaft an diesem Wochenende. Die Landesligadamen gingen mit einem Heimsieg in das zweite Halbfinale gegen ASKÖ Linz/Steg. Doch die Linzerinnen gewannen das Rückspiel am Samstag mit 0-3. „Im ersten Satz waren wir noch voll dabei und haben diesen leider aus der Hand gegeben. Danach wurde Linz immer stärker und trotzdem wir einiges probiert haben, war nichts mehr zu holen“, erklärt Sportdirektor Josef Trauner.

Damit glichen die Linzerinnen aus und es ging für beide Teams in den Golden Set. In diesem wirkten die Nachwuchsprinzessinnen dann etwas entmutigt und sie vergaben die Chance auf den Finaleinzug. Nun geht es im Spiel um den dritten Platz gegen die SG TV-VBC Steyr/Supervolley Enns.

Ein unglaubliches Turnier boten auch die Mädels der dritten Mannschaft. Sie traten in Lenzing an und spielten gegen Attersee und Bad Zell. Die Mannschaft von Wolfgang Stockreiter befindet sich im Meister-Playoff der 1. Klasse. Im ersten Match des Tages gingen die Nachwuchsspielerinnen bereits über fünf Sätze gegen den Turniergastgeber. Hin und her wechselte die Führung zwischen Attersee und den Pergerinnen. Nachdem das Team von Wolfgang Stockreiter den ersten Satz verloren hatte, legten sie im zweiten Durchgang eine unglaubliche Serviceserie hin. Sandra Praher und Stefanie Böhm erzielten gleich 11 Punkte beim Aufschlag und sicherten den Ausgleich mit 25-14. Auch die nächsten beiden Durchgänge teilten sich die zwei Mannschaften schwesterlich mit 23-25 und 25-23. Im finalen Satz hatten die Pergerinnen erstmals die Chance auf den Saisonsieg gegen die Mädels aus dem Salzkammergut. Und mit 16-14 gelang ihnen der Sieg in diesem Duell.

Im zweiten Spiel gegen Bad Zell lagen die Prinzessinnen früh mit 0-2 zurück, lieferten aber eine sensationelle Aufholjagd. Wieder ging es in den Entscheidungssatz. Trotz einer deutlichen Führung erwiesen sich die Mädels aus Bad Zell als starke Gegnerinnen und drehten die Partie noch zu ihren Gunsten. „Das war ein harter Tag. Die Mädels haben dem psychischen und physischen Druck aber gut standgehalten. Eine ausgezeichnete Leistung und sie sind reif für die nächste Liga“, berichtet Coach Stockreiter. In der Tabelle des Meister-Playoffs der 1. Klasse liegen die Prinzessinnen auf Rang eins. Am 21. April ihre letzte Doppelrunde in Perg. Dort empfangen sie Attersee und Waldhausen.

Leistungsträgerinnen verlängern

Diana Mitrengova und Jordan Tucker auch 2018/19 bei den Prinzessinnen

Nach dem Abschluss der erfolgreichsten Saison in der Vereinsgeschichte der SG Prinz Brunnenbau Volleys aus Perg hat die sportliche Leitung mit der Planung für die nächste Saison begonnen. Vor allem am fünften Platz in der Austrian Volley League Women soll im nächsten Jahr angesetzt werden. Unter Führung von Trainerin Zuzana Pecha-Tlstovicova wollen sich die Mühlviertlerinnen auch in der kommenden Saison gut präsentieren.

Mit Außenangreiferin Diana Mitrengova und Mittelblockerin Jordan Tucker haben die ersten Leistungsträgerinnen bereits für die nächste Saison verlängert. „Die beiden sind in der letzten Saison zu unserem Team gestoßen und haben sich toll in die Mannschaft integriert. Sie haben nicht nur am Feld eine Führungsrolle übernommen sondern sich auch gut in das Vereinsleben eingefügt. Diana und Jordan haben zuletzt auch mit unseren Nachwuchsmannschaften trainiert und wollen sich auch in diesem Bereich im nächsten Jahr noch stärker einbringen“, berichtet Sportdirektor Josef Trauner.

U17-Landesmeisterschaft in Perg

U17 Landesmeister heißen Linz-Steg und SVS Volley Enns

Im Finalturnier des U17 Bewerbs setzten sich am vergangenen Sonntag in der Perger Donauwellarena die Favoriten durch. Bei den Mädchen gewann Linz-Steg vor der SG Prinz Brunnenbau Volleys und Askö Pregarten. Bei den Burschen krönte sich die SG SVS Volleys zum Landesmeister vor Union VBC Steyr und Askö Linz-Steg.

Im Bewerb U17 weiblich kam es nach einem hart erkämpften 3:2 Erfolg der Prinz Brunnenbau Volleys gegen Pregarten zum erhofften Finale gegen den Serienmeister Askö Linz-Steg. Im ersten Satz konnten die SchwertPergerinnen lange mithalten, am Ende setzten sich die Linzerinnen mit höherem Service- und Angriffsdruck ab und gewannen Durchgang 1. Im zweiten Durchgang kam es zu einer Handverletzung von Selina Bauernfeind auf der Seite der Prinzessinnen, sie konnte aber nach kurzer Zeit weiterspielen. Am Spielverlauf änderte sich allerdings nichts und Linz gewann auch Durchgang 2 dank stärkerem Service- und Angriffsspiel. Im dritten Satz sah es lange nach einem klaren Sieg für Linz aus, doch die Prinzessinnen kämpften sich beim Stand von 18:23 dank einer starken Serviceserie von Kaderspielerin Anna Trauner nochmal auch 22:23 heran, ehe die Linzerinnen den Sack zumachen konnten und verdient mit 3:0 den Titel holten.

Im Bewerb U17 männlich setzte sich im Halbfinale Union VBC Steyr in einer ausgeglichenen und spannenden Partie gegen Linz-Steg durch. Im zweiten Semifinale siegten die favorisierten SVS Volley Enns, seit heuer in Spielgemeinschaft mit Schwertberg und Perg, klar gegen Esternberg und so kam es zum Finale zwischen SVS Volley und Steyr. Die Jungs von Alex Wojakow und Erich König dominierten das Match klar und setzten sich verdient mit 3:0 durch. Damit heißt der Landesmeister U17 heuer SVS Volleys Enns.

Die beiden Landesmeister sind für die Österreichischen Meisterschaften qualifiziert, die Anfang Mai stattfinden. Die ÖMS weiblich finden dieses Jahr in Linz statt, die Burschen müssen in die Steiermark.